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Die Zeichen der Zeit erkennen

2010: RFID beeinflusst 62 Milliarden Euro der Bruttowertschöpfung in Deutschland

Berlin/Pfäffikon – 09. November 2009 – Dem Zuschauer stockt der Atem, ein kalter Schauer läuft ihm über den Rücken. Schmerzen scheint der Proband nicht zu haben, als der Körperkünstler zum Stich ansetzt. Mit einer Kanüle öffnet er die Hand seines Klienten und schiebt einen winzigen RFID-Chip unter dessen Haut – zu sehen auf Youtube (http://www.youtube.com/watch?v=GgjVWaLxoL4). „Ich ließ mir dieses Implantat für ein Schulprojekt an der dänischen Design-Schule einsetzen, als ich nach schlüssellosen Eintrittslösungen forschte“, so der 29-Jährige. Den entsprechenden Code hat er an seiner Haustür programmiert, er kann also die Tür buchstäblich mit der Hand aufschließen und so niemals seinen Schlüssel vergessen. Die Meinungen der Zuschauer über das Gesehene polarisieren: „Gott hilft dir dabei, deine Einstellung zu ändern“, „Super, lass uns die Hand des Typen abschneiden und in sein Haus einbrechen“ oder „Jetzt ist er ein Sklave der Regierung“. Doch es besteht keine Gefahr. „Der Chip enthält keine Daten über mich, welche die Regierung oder irgendwer sonst verwenden könnte. Bitte informiert euch über die RFID, bevor ihr mein Video kommentiert“.

So sei es, informieren wir uns über die Radio Frequency Identification Technology. Sie ermöglicht es, Daten mittels Radiowellen zu übertragen, berührungslos und ohne Sichtkontakt. In Verkehr und Logistik, der Materialwirtschaft, im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im Medizin-, Forschungs- und Pflegesektor ist dieses Verfahren zur Identifizierung von Objekten einsetzbar. So genannte Transponder werden an den einzelnen Objekten angebracht, der darauf gespeicherte Electronic Product Code (EPC) enthält Informationen über das Produkt – etwa Seriennummer und Produktionsdatum. Ein Lesegerät liest über Radiowellen die gespeicherten Daten aus und speichert sie in einer Datenbank.

RFID wird als Schlüssel- und Querschnittstechnologie in den kommenden Jahren wesentlich an Bedeutung gewinnen. Eine im Auftrag des Bundesinnenministeriums für Wirtschaft und Technologie http://www.bmwi.de erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Technologie im Jahr 2010 zirka 8 Prozent der Bruttowertschöpfung direkt beeinflussen wird. Dies entspricht einer Verzwanzigfachung: Von etwa 3 Milliarden Euro RFID-beeinflusster Wertschöpfung in 2004 auf zirka 62 Milliarden Euro im Jahr 2010 entspricht

Vor allem in der Logistik und Prozesskontrolle ergibt sich ein erhebliches Potential zur Effizienz- und Qualitätssteigerung. „Die zunehmende Vernetzung von Lieferanten, Vertriebspartnern und Kunden führt zu einer immer komplexer werdenden Lieferkette (supply chain). Es reicht heute nicht mehr aus, nur die internen Strukturen und Prozesse zu optimieren. Vielmehr wird die Planung und Steuerung der gesamten Lieferkette zu einem wichtigen Erfolgsfaktor im immer stärker werdenden Wettbewerb“, so der Logistik-Experte Reto Gianotti des Schweizer Unternehmens Pesa http://www.pesa.ch.

Ein großer Vorteil von RFID-Lösungen ist die Möglichkeit zur Pulk-Erfassung. „Beim Barcode“, so Wolfgang Lammers, RFID-Experte am Fraunhofer-Institut IML in Dortmund, im Gespräch mit dem Handelsblatt, „ muss jeder einzelne Karton per Hand gescannt werden. Mit RFID kann ich grundsätzlich die Paletten durch ein Tor fahren lassen und der gesamte Wareneingang wird automatisch erfasst“.

Eine solche Systemlösung war noch nie einfacher zu realisieren als heute, doch ist der heutige Anbietermarkt groß und unüberschaubar. Zahlreiche Technologieunternehmen wetteifern auf einem heißen Markt um die Aufmerksamkeit der Kunden. „Den richtigen Business-Partner, Prozess- und Technologieberater zu finden, stellt noch das größte Anfangsrisiko eines RFID-Projekts dar“, sagt Andreas Slogar, Manager Java Web Service, Identity Management and RFID Solutions bei Sun Microsystems http://www.sun.com. Oft wird mit der Suche nach den richtigen Chips und Readern sowie der Software ein ganzes Jahr vertan, obwohl auf bewährte Systeme hätte zurückgegriffen werden können.

Ein Beispiel: Der Technologiehersteller Bizerba aus Balingen http://www.bizerba.com ermöglicht Unternehmen den einfachen Umstieg auf diese zukunftsweisende Technologie. „Die Auszeichnungssysteme GLP und GLM-P können optional mit einer RFID-Einheit ausgestattet werden. Die RFID-Schreibeinheit ist dabei in einem herkömmlichen Etikettendrucker integriert. Dadurch wird es ohne erhöhten Platzbedarf möglich, gleichzeitig Transponder zu beschreiben und Daten auf das Etikett zu drucken“, sagt Matthias Harsch, Sprecher der Geschäftsführung bei Bizerba. Das Easy-Link Konzept vereinfache dabei die Anbindung der RFID-Geräte an eine bestehende ERP-Umgebung.

Die Kosten für den RFID-Einsatz im Supply Chain Management variieren je nach Unternehmen und nach Anforderung an das RFID-System. Aus diesem Grund analysieren die Unternehmen vor der Entscheidung für die Einführung das Kosten-Nutzen-Potential. Dazu können RFID-Kalkulatoren benutzt werden – etwa von GS1 Germany http://www.gs1-germany.de oder IBM.

Wirklich neu ist RFID übrigens nicht. Die Entwicklungsgeschichte geht bis in die 30er Jahre zurück, als das U.S. Militär nach einer Möglichkeit suchte, Angriffsziele zugänglicher bestimmen und erkennen zu können. Daraufhin entwickelte das U.S. Naval Research Laboratory (NRL) ein Freund-Feind-Erkennungssystem, welches es den Amerikanern ermöglichte, eigene Flugzeuge von gegnerischen im zweiten Weltkrieg zu unterscheiden. Eine Bodenstation konnte mittels der koffergroßen Transponder in den U.S.-Flugzeugen kommunizieren und so die Piloten bei der Erkennung unterstützen.

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Geschrieben am 18.11.2009 von admin in * Allgemein.