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Erfolgsgeheimnis innovativer Mittelständler:

Ausgetretene Pfade verlassen und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Wien/Düsseldorf/Balingen – Laut einer aktuellen Studie der Wiener Beratergruppe Neuwaldegg http://www.neuwaldegg.at versäumen es viele Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ihre Wachstumspotenziale durch mehr Innovationsbemühungen auszuschöpfen. Die Berater befragten in den drei Ländern zu diesem Thema rund 300 Top-Manager. Triebfeder der Innovationsbestrebungen sei der Wunsch nach Wachstum. Die Unternehmen gehen allerdings recht unterschiedlich mit diesem Ziel um: Je 54 Prozent wollen durch Expansion in andere Länder und Regionen oder durch die Erweiterung der Produktlinien wachsen. 43 Prozent der Umfrageteilnehmer möchten ihre Geschäftstätigkeit durch das Erschließen neuer Marktsegmente oder Marktnischen ausweiten. Nur rund 30 Prozent wollen gänzlich neue Geschäftsfelder aufbauen, Neugeschäft mit bestehenden Kunden machen oder ins Lösungsgeschäft mit integrierten Angeboten für ihre Kunden einsteigen.

„Die Unternehmen haben erkannt, dass sich keiner mehr erlauben kann, Innovation zu vernachlässigen“, sagt Michael Moeller, geschäftsführender Gesellschafter der Beratergruppe Neuwaldegg. Die meisten Unternehmen suchen Wachstum allerdings in erster Linie entlang der bestehenden Pfade: durch kleinere Produktvariationen oder die Erschließung neuer Kundengruppen für bestehende Produkte, sei es im Inland oder international. „Dies sind wichtige Ansätze, aber leider bleiben so viele andere Wachstumspotenziale, die in der Erneuerung des Geschäftskonzepts liegen, ungenutzt“, weiß Moeller. Nach Ansicht von Professor Hermann Simon, Autor des Buches „Hidden Champions des 21. Jahrhunderts. Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer“, gibt es in Deutschland mehr als 1.200 innovative mittelständische Weltmarktführer. „Ihre Verborgenheit steht im krassen Gegensatz zu ihren herausragenden Erfolgen in der Ära der Globalisierung und ihrer Krisenfestigkeit“, so der Unternehmensberater.

Wichtig für diese Erfolge sei die Fähigkeit, sich selbst immer wider zu hinterfragen. „Traditionsunternehmen sind oft unfähig, sich schnell und radikal zu verändern. Gerade wenn Firmen erfolgreich sind, lässt ihre Fähigkeit nach, sich selbst und die Grundlage ihres Erfolges zu hinterfragen“, schreibt Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft http://www.fraunhofer.de im Sammelband „Spurwechsel“ und weist damit auf eine wichtige Voraussetzung für die Überlebensfähigkeit der Unternehmen hin. Allerdings bedürfen Innovationen auch gewisser Entwicklungsszenarien und einer Menge Überzeugungsarbeit. „Innovationen spielen sich innerhalb sozialer Systeme ab. Sie unterliegen deren Gesetzen, müssen in diesem Rahmen verstanden werden und Sinn erzeugen“, so die Erfahrung von Omar Khorshed, Vorstandschef der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de, ausgezeichnet mit dem Innovationspreis 2008 der Initiative Mittelstand http://www.imittelstand.de. Bei der Entwicklung einer innovativen Dienstleistung müsse man eine Vielzahl von Meinungen und Interessen berücksichtigen und den vielleicht gewohnten Fachdiskurs unter Kollegen verlassen. „Denn die interdisziplinäre Zusammenarbeit bildet die Basis für Innovationserfolge“, so Khorshed. Wichtig sei zudem, immer mit Experten, die mit einem anderen Blick an ein Problem herangehen, im Gespräch zu bleiben.

acoreus hat die Auszeichnung in der Kategorie Mobile für seine Outsourcing-Lösung für virtuelle Mobilfunkanbieter, Mobile Virtual Network Operator (MVNO), erhalten. Berücksichtigt wurden von den Juroren Kriterien wie Innovationsgehalt, Nutzen und Mittelstandseignung. Im Unterschied zu einem Reseller vermarktet der MVNO-Anbieter den Mobilfunk als eigene Marke. Unter anderem wurden mit der E-Plus-Tochter brand mobile für die Braunschweiger Bekleidungsmarktkette New Yorker http://www.newyorker.de und für Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg Mobilfunkangebote auf den Markt gebracht. acoreus übernimmt für das Postpaid-Angebot die operativen Kundenprozesse, von der Auftragsannahme über Rechnungsstellung bis hin zum Inkasso, tritt aber als „Dienstleister im Hintergrund“ auf (White Label-Lösung).

Beim Innovationspreis konnten die Veranstalter mit über 1.600 eingereichten Dienstleistungen und Produkten einen Teilnehmerrekord verzeichnen, der die Innovationskraft des Mittelstandes belegt. „Nach wie vor ist der Mittelstand Deutschlands größte Stärke“, bescheinigt Hans-Jörg Bullinger. „So haben wir in Deutschland eine Fülle erfolgreicher mittelständischer Unternehmen, zahlreiche Hightech-Firmen, oft hoch spezialisierte Weltmarktführer, Dienstleistungsunternehmen und Handwerksbetriebe, die ihren eigenen Weg konsequent verfolgen.“ Die „Kleinen aus der Nische“ sind in der ganzen Welt zuhause. Exportquoten von 70 bis 80 Prozent des Umsatzes sind die Regel. Die Hidden Champions stehen nach den Analysen von Professor Simon zurzeit besser da denn je. Heute sei der typische Weltmarktführer aus dem Mittelstand nach Umsatz 134 Prozent größer als sein nächster Verfolger. Vor zehn Jahren habe der Abstand nur 56 Prozent betragen. Entscheidend für den Erfolg seien ambitionierte Ziele.

Die Weltmarktführer aus der deutschen Provinz wie der Technologiehersteller Bizerba http://www.bizerba-openworld.de in Balingen wollten auf jeden Fall die Nummer eins sein und bleiben. Mit Biss verteidigen sie ihre Marktführerschaft, indem sie jeden Tag aufs Neue Bestleistungen für ihre Kunden erbringen. Herkunft, Tradition und Zukunft sind dabei kein Widerspruch: Balingen, zwischen Tübingen und Villingen-Schwenningen gelegen, ist seit dem 18. Jahrhundert die deutsche Stadt des Waagenbaus und der Standort der Bizerba-Firmenzentrale. „Und das hat mit dem Pietisten, dem Pfarrer und feinmechanischen Konstrukteur und Erfinder Philipp Matthäus Hahn (1739 bis 1790) zu tun. Dessen Bruder David baute als erster im Balinger Stadtteil Ostdorf die von Philipp Matthäus um 1760 erfundene ‚Wand-Neigungswaage’“, so die FAZ.

Die neuesten Geschäftswaagen von Bizerba „sind die wiegenden und druckenden Endstationen der Computernetze, wie man sie aus dem Supermarkt am Gemüsestand oder an der Scanner-Kasse kennt. Die jüngste Generation verlangt nicht einmal mehr einen Tastendruck, sondern kann dank optischer Bildverarbeitung Äpfel und Birnen selbst unterscheiden. Und wenn es gilt, Tomaten mit und ohne Stiel vom Strauch zu unterscheiden, dann fragt so eine Waage eben beim Kunden mit knapper Menüauswahl zurück“, führt die FAZ weiter aus. Auch die älteste Bizerba-Waage, die als hölzerner Prototyp schon die Form hatte, die man als umschaltbare Mehrbereichswaage bis zuletzt in Tante-Emma-Läden sehen konnte, basierte auf dem Prinzip der Neigungswaage von Philipp Matthäus Hahn.

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Geschrieben am 18.04.2008 von admin in * Allgemein.