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Streikwelle bei der Renault-Tochter Dacia kann den westlichen Konsumenten die Augen öffnen

Langenhagen, 27. März 2008 – Zuletzt sah es so aus, als könne Deutschland im Standortwettbewerb mit Rumänien in der Industrieproduktion nicht mithalten. Nokia verlagerte sein Werk von Bochum nach Siebenbürgen, weil die Arbeiter dort nur 200 Euro im Monat bekommen. Auch in der Automobilproduktion schien das Land Gas zu geben. Im Jahr 2007 wurden allein 70.000 Stück der Renault-Tochter Dacia in Westeuropa verkauft – zu einem Basispreis von nur 7.200 Euro.

Seit dem politisch motivierten Streik der Bergleute im Jahr 1999 haben die Menschen in dem postkommunistischen Staat Ruhe gegeben. Doch jetzt ist Schluss. „Rumänen machen gegen Hungerlöhne mobil“, schreibt die Süddeutsche Zeitung (SZ). „Die Streikwelle, die jetzt in der Renault-Fabrik in Pitesti anrollt und das Unternehmen nach Schätzungen täglich rund zehn Millionen Euro kosten dürfte, öffnet uns im Westen die Augen dafür, unter welchen Bedingungen so genannte Billig-Autos zusammengeschraubt werden. Wenn man den Leuten in Deutschlands Fußgängerzonen sagen würde, dass von den 13.000 Angestellten rund 3.000 nur den gesetzlichen Mindestlohn von 160 Euro im Monat verdienen, wäre die Empörung wahrscheinlich groß. Und trotzdem machen sich genau diese Menschen dann auf große Schnäppchen-Jagd“, kommentiert Uwe Röhrig, Inhaber der in Langenhagen bei Hannover ansässigen Automobilberatung International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de.

Medienberichten zufolge haben sich 10.000 der 13.000 rumänischen Beschäftigten an dem Streik beteiligt. Ein Angebot der Werksleitung, die Löhne um 118 Lei – das sind umgerechnet 31 Euro – netto zu erhöhen, seien abgelehnt worden. Ende 2007 verdiente ein rumänischer Autobauer nach Angaben des Statistikamtes 400 Euro monatlich. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung für die Dacia-Belegschaft um einen Fixbetrag von 550 Lei netto. Das sind 148 Euro.

Auf lange Sicht, so Röhrig, werde es auch in Osteuropa und auch in den asiatischen Ländern zu einer Lohnanpassung nach oben kommen. Dass Arbeit insbesondere auch in der Automobilproduktion in Deutschland teilweise unbezahlbar geworden sei, stehe auch außer Frage. Und trotzdem: „Die unsäglich Geiz-ist-geil-Welle hat die deutsche Autoindustrie im vergangenen Jahr stark mitgenommen. Der Inlands-Absatz von Neuwagen an Privatkunden ging deutlich zurück. Hilflose Rabattschleudereien waren die Folge. Die deutschen Hersteller und die Interessenvertreter in den Verbänden sollten noch intensiver darüber aufklären, dass qualitativ hochwertige Fahrzeuge auch ihren Preis haben. Zurecht wollen wir nur das Beste in puncto Motorleistung, Sicherheitsausstattung, Umweltverträglichkeit und Komfort. Doch das ist nicht zum Nulltarif zu haben. Die Streiks unweit von Bukarest rücken uns diese Erkenntnis wieder ins Bewusstsein“, so Röhrig.

Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.icconcept.de.

Pressekontakt:
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Ansgar Lange
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Tel.: 0228/620 43 84
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Geschrieben am 27.03.2008 von admin in * Allgemein.