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Bis zu sechs Millionen Deutsche zocken online und offline – Staatliche Glücksspiel-Verbote werden mit einem Mausklick überwunden

Berlin/Düsseldorf – Rund 30 Milliarden Euro geben die Deutschen jährlich für die unterschiedlichsten Formen von Glücksspielen aus. Per Internet ist der Weg zum scheinbar schnellen Geld kürzer als jemals zuvor. „Der ewige Traum, ohne Arbeit über Nacht zu Reichtum zu gelangen, scheint zum Kennzeichen einer ganzen Generation geworden zu sein. Statt zum Wetten nach Großbritannien, zum Roulettespiel ins Casino oder zum Daddeln in die Spielhalle am Bahnhof zu fahren, reichen heute wenige Mausklicks, und schon rollt der Rubel“, schreibt die Wirtschaftswoche http://www.wiwo.de.

Die Rolle des Staates ist dabei eine doppelte: Einerseits hebt er den mahnenden Zeigefinger und warnt vor möglicher Spielsucht, andererseits hält er gerne die Hand auf und sucht findig selbst nach Wegen, um über Steuereinnahmen vom Glücksspielboom zu profitieren. „Im Windschatten der Spielsuchtbekämpfung kassierte der Staat im Jahr 2006 durch Lotteriesteuern und Spielbankabgabe 4,1 Milliarden Euro. Bei keinem Glücksspiel sind Gewinnchance und -ausschüttung so klein wie bei den landeseigenen Lottogesellschaften, auch wenn deren Überschüsse für gute Zwecke ausgegeben werden. Um diese Pfründe zu sichern, gilt in Deutschland seit Januar ein neuer, rechtlich umstrittener Staatsvertrag, der das Spielen im Internet und Fernsehwerbung für Glücksspiel untersagt“, so die Wiwo.

Unterschiedliche Auslegungen des geltenden Rechts haben in den letzten Jahren zudem zu irrsinnigen Verboten geführt. „Die Folgen sind teilweise skurril: So darf die SKL-Show mit Günther Jauch wegen des Werbeverbotes nicht mehr ausgestrahlt werden. Ex-Tennisstar Boris Becker dagegen darf munter für Poker werben, weil die Online-Pokeranbieter ihrerseits in Deutschland nur für Internet-Seiten werben, auf denen ausschließlich mit Spielgeld gepokert wird. Doch die Pokerportale, auf denen um echtes Geld gespielt wird, sind nur einen Mausklick entfernt“, so der Bericht des Magazins. „Es ist immer das Gleiche. Bis ein Glücksspiel gesetzlich zugelassen ist, sind längst neue Spiele in Mode, andere Internet-Seiten gegründet oder neue Märkte erobert.“

Nach Ansicht von Peter Schatton, Vorstand des Düsseldorfer Sportwettenanbieters Top-Wetten AG http://www.top-wetten-ag.de, hinkt die staatliche Gesetzgebung der Realität hinterher. Denn mit jedem staatlichen Verbot eines Wettbüros oder eines Pokerturniers wachse ein virtuelles Gaming-Angebot aus den Tiefen des Netzes. Die Grenzen werden mit einem Mausklick überwunden. Wird ein Angebot in Deutschland verboten, werden die Geschäfte eben im Ausland gemacht. In Deutschland bleibt dann kein Steuer-Euro. „Früher brachte man den Lottoschein in die Annahmestelle und tippte Zahlen. In Zeiten von Web 2.0 ändert sich das deutlich“, sagt Schatton im Gespräch mit dem Online-Magazin NeueNachricht http://www.ne-na.de. Online-Gaming, Online-Wetten und auch Online-Pokern zählen nach seiner Ansicht zu den größten Gewinnern im rasant wachsenden Internet. „Pokern ist längst die neue Trendsportart der Generation Web 2.0“, so der Top-Wetten-Chef, der unter anderem die Wettplattform Betwitch http://www.betwitch.com entwickelt hat. Nach Angaben der Pokerverbände, so berichtet die Wirtschaftswoche, pokern immerhin zwischen zwei und sechs Millionen Deutsche online und offline.


Geschrieben am 14.08.2008 von admin in * Allgemein.