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Viel Geld für wenig geistige Anstrengung

Matthias Horx, die Trendforschung und das Automobil

Von Ansgar Lange

Bonn/Wien – Matthias Horx vom Zukunftsinstitut http://www.zukunftsinstitut.de ist der Mann für die Mega-Trends. Harald Martenstein hat über Horx und Konsorten einmal festgestellt: „Gegen Trendforscher habe ich Vorurteile. Unter einem Trendforscher stelle ich mir jemanden vor, der für 25.000 Euro plus Spesen Vorträge hält, in denen Sätze vorkommen wie: ‚Lebensqualität ist das große Stichwort der kommenden Zeit.’ Oder jemanden, der zwei Tage nach dem 11. September erklärt: ‚Weltweit geht der Trend zu Terrorismus:’ Das sind Typen, die für wenig geistige Anstrengung viel Geld wollen.“

„Man sollte die Finger von Dingen lassen, von denen man offensichtlich nichts versteht. Das Geschäftsmodell von Trendforschern wie Horx ist ja völlig in Ordnung. Man wähle ein paar steile Thesen, erfinde wichtig und möglichst englisch klingende Wortkreationen und behaupte heute mit Inbrunst das Gegenteil von dem, was man gestern noch zur Diskussion gestellt hat. Und fertig ist die Zukunftsforschung“, so der Ex-Vertriebschef von Mercedes und heutige Inhaber der Hannoveraner Automobilberatung International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de, Uwe Röhrig. „Des Deutschen liebstes Kind, das Auto nämlich, sollte sich Herr Horx allerdings besser nicht noch einmal vornehmen, denn seine Kenntnisse auf diesem Sektor scheinen doch sehr begrenzt zu sein.“

Röhrigs Kritik entzündet sich an Horx’ Editorial „Adieu, Autowahn“ in dessen Zukunftsletter http://www.zukunftsletter.de. Dort schreibt der Chef des Zukunftsinstituts im Stil eines von der Wahrheit seiner Botschaft überzeugten Evangelisten: „PS-starke Autos sind ein integraler Teil einer männlichen Selbstbehauptungskultur, die sich langsam in Luft auflöst, weil es Besseres und Spannenderes zu tun gibt. Erstens, weil die Frauen – endlich – stärker werden. Zweitens, weil die Wissensgesellschaft andere Muskeln fördert und trainiert. Fette Audis, Mercedes, BMW’s kaufen im Grunde die Verlierer der Old Industries, diejenigen, die ihre letzten sicheren Gehälter noch einmal in Statusymbole anlegen müssen.“

In Zukunft, so Horx’ Prognose, würden die Menschen wieder mehr laufen oder Zug fahren – „vorausgesetzt, die Bahn streikt nicht gerade“, so Röhrig süffisannt. Man kommuniziere per iPhone, „dem kommenden Prestige- und Statusprodukt“. „Das mag ja alles sein. Auch dass Eltern in Zukunft mit den Kindern so genannte artifizielle Computerspiele machen, sei Herrn Horx geglaubt. Nur was das alles mit der Autoleidenschaft der Deutschen zu tun hat und auf welche Studien oder Untersuchungen sich diese Thesen stützen, darüber schweigt sich Horx mit gutem Grund aus. Ein Blick auf Deutschlands Autobahnen sollte einen eigentlich darüber belehren, dass die Zeiten eben noch nicht vorbei sind, in denen sich Frauen wie Männer für schicke, schnelle und große Autos begeistern“, sagte der ICC-Chef. Aktuelle Studien zum Beispiel aus Österreich http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=071105028 belegten, dass dort die Autos immer größer würden. Horx hat einmal gesagt, so berichtete Harald Martenstein in der Zeit http://www.zeit.de, heute seien fast alle Tabus gebrochen. Es blieben eigentlich nur Mittel wie blöd sein zur Provokation übrig. Vielleicht ist dieser Satz der Schlüssel zur Trend- und Zukunftsforschung.


Geschrieben am 05.11.2007 von admin in * Allgemein.