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Von der Druckerei zum Allround-Dienstleister:

Marktschwierigkeiten liegen häufig jenseits der Maschine

Von Gunnar Sohn

Düsseldorf/Heidelberg – In der deutschen Druckbranche arbeiten rund 11.000 Betriebe. „Das sind leider gut 25 Prozent weniger als noch vor sechs Jahren. Die Branche beschäftigt rund 180.000 Mitarbeiter, das sind leider ebenfalls gut 25 Prozent weniger als vor fünf Jahren“, konstatiert Oliver Curdt, Geschäftsführender Vorstand des Verbandes Druck + Medien in Nordrhein-Westfalen http://vdmnrw.de. Das sei ein Beleg für den enormen Umbruch und strukturellen Wandel, den die Branche in den vergangenen Jahren erlebt hat.

„Im Druckgewerbe dominieren klein- und mittelständische Betriebe. 70 Prozent haben weniger als zehn Mitarbeiter, 84 Prozent weniger als 20 Beschäftigte und nur 2,5 Prozent der Unternehmen haben mehr als 100 Beschäftigte. Solche Betriebe müssen heute mit Hilfe von modernster Technik und klaren, strukturierten Prozessen in der Lage sein, unter gleichen Bedingungen wie Großbetriebe zu arbeiten, denn mit diesen steht man heute im Wettbewerb. Eine Druckerei muss wesentlich mehr bieten, als den reinen Druck. Kundenorientierung, zielgruppenspezifische Angebote, Dienstleistungen um das Drucken herum, Arbeiten in einem Netzwerk und das alles in kurzer Zeit und mit hoher Qualität“, so die Marktkenntnisse von Curdt.

Auch Mut und Risiko der Unternehmen gehöre dazu, denn besonders die Investitionen in moderne Vorstufen- und Drucktechnik seien schnell im siebenstelligen Bereich angekommen. „Dazu kommt, dass die Investitionszyklen aufgrund der voranschreitenden Technik und Automatisierung immer kürzer werden: Computer und Software innerhalb von zwei Jahren, Druckmaschinen spätestens nach sechs bis acht Jahren“, weiß Curdt.

Nach Untersuchungen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) http://www.vdma.org haben Dienstleistungen innerhalb der vergangenen Jahre an Bedeutung gewonnen. Dazu zählen nicht nur klassische Dienstleistungen wie Inbetriebnahme und Instandhaltung, sondern vor allen Dingen höherwertige Services wie Schulungen, Planung und Beratung. Moderne Technik mit der bestmöglichen Wartung allein wird demnach den Geschäftserfolg auf Dauer nicht gewährleisten können. „Für die Anbieter wie für die Printmedien-Unternehmen gilt es vielmehr, sich gezielt auf Veränderungen einzustellen, sie vorausschauend selbst zu gestalten und so in Marktchancen umzumünzen“, heißt es im Systemservice Report von Heidelberger Druck http://www.heidelberg.com. Auf Herstellerseite mache dies neue Dienstleistungen erforderlich, die ihre Kunden auf breiter Basis unterstützen, ihre Geschäftsmodelle der aktuellen Marktsituation anzupassen. „Die Schwierigkeiten liegen häufig jenseits der Funktion einer Maschine“, lautet das Fazit bei Heidelberger Druck.


Geschrieben am 31.10.2007 von admin in * Allgemein.