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Wettbewerb um Grüne Punkt-Abfallentsorgung erreicht nicht den Verbraucher

BellandVision-Geschäftsführer vermisst Transparenz bei erzielten Einsparungen

Köln/Pegnitz, 2. September 2008, www.ne-na.de – Der Geschäftsführer des Pegnitzer Entsorgungsspezialisten BellandVision, Thomas Mehl, fordert im Interview mit dem Deutschlandfunk http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/840677 die Weitergabe von Einsparungen beim Grünen Punkt an die Endverbraucher. Bis zu 400 Millionen Euro könnten jährlich durch den Wettbewerb der Firmen an den Handel weitergegeben – und damit der Verbraucheranteil am Recycling-System gesenkt werden.

„Wettbewerb ohne Nutzen für den Verbraucher erscheint nicht besonders sinnvoll. Experten schätzen, dass durch den Wettbewerb jährlich zirka 300 bis 400 Millionen Euro eingespart werden können. Jetzt geht es aber darum, dass die Einsparungen auch bei denen ankommen, die die Entsorgung, das Recycling tatsächlich bezahlen, und das sind nun mal die Endverbraucher. Seit Bestehen der Verpackungsverordnung bezahlt nämlich jeder Verbraucher beim Einkauf seiner täglichen Produkte über den Einkaufspreis gleich das Recycling der Verpackung mit“, so Mehl.

Bei einem Großteil der Produkte belaufen sich nach seinen Angaben die Gesamtkosten je nach Verpackungsgröße, aber auch Material zwischen einem halben und zehn Cent. „Unter Berücksichtigung der neuen Rabatte könnten die Produktpreise für den Verbraucher somit um bis zu drei Cent reduziert werden. Ich denke, dass das für den Verbraucher eine schöne Einsparung wäre“, erklärte Mehl gegenüber dem Deutschlandfunk. Die Hersteller würden die erzielten Rabatte teilweise nicht an den Handel weitergeben. „Für die Handelsunternehmen bleibt es damit völlig undurchsichtig. Das hat zur Folge, dass der Handel weiterhin die alten hohen Lizenzpreise in seinem Einkaufspreis bezahlt und der Endverbraucher damit leer ausgeht“, kritisierte Mehl.

Gerade weil man die Möglichkeit zur Kosteneinsparung erkannt habe, seien viele Handelsunternehmen Partner seines Unternehmens geworden. Diese Händler wollen die Preise von unnötigen Aufschlägen bereinigen, um die Lebenshaltungskosten zu einem erträglichen Niveau zu führen. Kritisch äußerte sich der Entsorgungsexperte mit den so genannten Trittbrettfahrern auseinander, die die Sammel- und Recycling-Einrichtungen ohne Gegenleistung nutzen würden- „Manche sind sogar so unverschämt und lassen sich die Lizenzgebühren vom Handel im Einkaufspreis mitbezahlen, ohne diese Gebühren jedoch an ein Duales System abzuführen. Und hier sprechen wir nicht von Ausnahmen, sondern von schätzungsweise 20 bis 25 Prozent, die zum eigenen wirtschaftlichen Vorteil das System der Gelben-Sack-Sammlung aushöhlen“, monierte der BellandVision-Chef im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.


Geschrieben am 03.09.2008 von admin in * Allgemein.